SPD-Gesellschaft macht mit beim Jobkillen – Zeitungskonzern in Niedersachsen baut 170 Stellen ab – Niedesächsischer Regierungschef Stephan Weil befürchtet Schaden für seine Partei

6. Juli 2015 at 12:43

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Copyright us neues-deutschland.de / 03. Juli 2015 / Inland / Seite 14
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SPD-Gesellschaft macht mit beim Jobkillen

Zeitungskonzern in Niedersachsen baut 170 Stellen ab – Regierungschef Weil befürchtet Schaden für seine Partei

Von Hagen Jung
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Niedersachsens Ministerpräsident und SPD-Chef Stephan Weil ist verärgert: Ausgerechnet ein Zeitungskonzern, an dem seine Parteibeteiligt ist, baut 170 Arbeitsplätze ab. Ver.di kündigt Widerstand an.
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Immer gern mit großer Welle: Thomas Düffert, Vorsitzender der Madsack-Geschäftsführung im Madsack-Newsroom…
Foto: dpa/Ole Spata
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Seitenlang singt die SPD in ihrem Grundsatzprogramm das hohe Lied vom Wert des Arbeitsplatzes, vom Recht auf gute Arbeit für alle, und eine Wahlkampfbroschüre trommelt dazu: »Die SPD ist die Partei der Arbeit – seit 150 Jahren.« Den Wahrheitsgehalt jener schönen Sätze dürften derzeit rund 170 Menschen in Niedersachsen bezweifeln. Sie verlieren ihre Arbeitsplätze bei der Mediengruppe Madsack, einem Konzern, an dem die SPD nicht unwesentlich beteiligt ist und infolge dessen für Entscheidungen des Unternehmens Mitverantwortung trägt.

Mit dem Jobverlust müssen die Betroffenen Anfang 2017 rechnen. Dann schließt Madsack seine Druckerei in Hannover, wo zurzeit noch die »Hannoversche Allgemeine Zeitung« und das Schwesternblatt »Neue Presse« entstehen. Das Unternehmen lässt dann außerhalb drucken, bei der Firma Oppermann im Städtchen Rodenberg, gut 30 Kilometer südlich der Landeshauptstadt gelegen.

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.. Seine jüngste Aktion freut Niedersachsen sozialdemokratischen Regierungschef Stephan (mehr …)