Millionen Deutsche nehmen Aufputschmittel am Arbeitsplatz

18. März 2015 at 07:27

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SPIEGEL ONLINE

17. März 2015, 12:30 Uhr

Medikamentenmissbrauch

Millionen Deutsche nehmen Aufputschmittel am Arbeitsplatz

Sie schlucken Stimmungsaufheller und leistungssteigernde Medikamente: Wie ein Report der DAK-Gesundheit zeigt, betreiben Millionen deutscher Arbeitnehmer Hirndoping – ohne Rücksicht auf die teilweise erheblichen Gesundheitsrisiken.

Berlin – Wenn der Druck groß ist und die Anforderungen schier nicht zu bewältigen erscheinen, greifen Arbeitnehmer immer häufiger zu Hilfsmitteln – in der Hoffnung, ihre Sorgen loszuwerden: Knapp drei Millionen Menschen in Deutschland schlucken verschreibungspflichtige Pillen, um am Arbeitsplatz leistungsfähiger zu sein und Stress sowie Ängste abzubauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit, die am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde.

Das Problem: Binnen sechs Jahren stieg der Anteil der Beschäftigten, die „Hirndoping“ betreiben, von 4,7 auf 6,7 Prozent. Die Dunkelziffer sei noch viel höher, schreiben die Autoren der DAK-Studie.

Auslöser für den Griff zur Pille sind meist hoher Leistungsdruck sowie Stress und Überlastung. Vier von zehn Dopern gaben an, bei konkreten Anlässen wie Präsentationen oder wichtigen Verhandlungen Medikamente zu schlucken.

Männer versuchen laut Studie damit vor allem, noch leistungsfähiger beim Erreichen ihrer beruflichen Ziele zu werden. Zudem wollen sie auch nach der Arbeit noch Energie für Freizeit und Privates haben. Frauen nehmen hingegen solche Medikamente am ehesten, damit ihnen die Arbeit leichter von der Hand geht und (mehr …)