Mit Prozenten siegen oder mit Stimmen von den Nichtwählern

28. März 2016 at 14:19

Über die zunehmende Wahlenthaltung unserer Einwohnerinnen bzw. Einwohner, veröffentlichte Professor Dr. Herbert Schui, in der Monatszeitschrift  Sozialismus – Ausgabe März 2016  einen Artikel zum Thema: „Mit Prozenten siegen oder mit Stimmen von den Nichtwählern.“

Herbert Schui.

Prof. Dr. Herbert Schui

Mitglied des Deutschen Bundestages von 2005 bis 2010, Wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.

Für Parteistrategen und Meinugsforscher zählen bei den Wahlen vor allem Prozente. Das ist auf Anhieb einleuchtend, denn wer die meisten Prozente der abgegebenen Stimmen hat, der hat die Wahl gewonnen. Eine sinkende Wahlbeteiligung ist sichrlch bedenklich für die Fortentwicklung der Demokratie. Aber wer seine Prozente behauptetn oder steigern kann, hält sich für erfolgreich.

_heprod_images_fotos_1_18_11_20071124_airbusschui1107_c8_1515813Als Bundestagsabgeordnete besuchte Herbert Schui, der heutige 76-jährige ehemalige Wirtschaftsprofessor der  Universität Hamburg   von der Partei  DIE LINKE.,  am 23. November 2007 den Betriebsrat der  Premium AEROTEC im Werk Nordenham.  Rechts auf dem Bild der Betriebsratsvorsitzende Michael Eilers.

Diese Sicht begünstigt einen Prozess, in dem sich die „Alt“-Parteien in ihren Programmen mehr und mehr annähern: Zum einen wollen die  unterlegenen Parteien bei den erfolgreichen abzuschreiben, zum anderen legen es die erfolgreichen darauf an, ihre Gegner zu schwächen, indem sie Teile von deren Programm übernehmen. Eine Strategie dagegen, die auf Stimmen aus dem Reservoir der NichtwählerInnen aus ist, nachdem die Motive eingehend (mehr …)

Der linksgerichtete Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten, Senator Bernie Sanders will eine Krankenversicherung für alle

19. Januar 2016 at 23:48

Copyright aus neues-deutschland.de / 18. Januar 2016

Sanders will eine Krankenversicherung für alle

Parteiloser Präsidentschaftskandidat präsentiert sein Programm zur »Revolution« / Letztes TV-Duell der Demokraten vor den ersten Vorwahlen

Bei der letzten TV-Debatte vor den ersten Vorwahlen schlagen Hillary Clinton und Bernie Sanders neue Töne an. Es geht auch um Vortragshonorare und Obamas Erbe. Martin O’Malley, der dritte Kandidat kommt kaum zu Wort.
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Bernie Sanders und Hillary Clinton während der Fernsehdebatte
Foto: Josh Haner / The New York Times
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Charleston. Die Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten haben sich bei ihrer letzten Fernsehdebatte vor der ersten Vorwahl teils heftige Wortwechsel geliefert. Die ehemalige Außenministerin und frühere First Lady Hillary Clinton stritt mit dem linksgerichteten Senator Bernie Sanders unter anderem über Gesundheitspolitik, Waffenrecht und den Antiterrorkampf. Die ersten Vorwahlen finden am 1. Februar im Bundesstaat Iowa statt.

Clinton liegt bei den Demokraten in landesweiten Umfragen klar in Führung. Doch in Iowa und in New Hampshire, wo am 9. Februar die zweite Vorwahl stattfindet, ist ihr Sanders dicht auf den Fersen. Der dritte Teilnehmer der Fernsehdebatte, Marylands ehemaliger Gouverneur Martin O’Malley, ist in den Umfragen weit abgeschlagen.

Der 74-jährige Sanders, der sich als »demokratischer Sozialist« beschreibt, galt lange als chancenloser Außenseiter. Vor allem bei jungen Menschen ist er jedoch sehr beliebt. Musiker wie der (mehr …)