Armut in Deutschland auf Höchststand

8. April 2015 at 16:36

.

310731_403461363094629_1362213556_Thomas_Bartsch_Peine_nSo lautete der Titel eines Artikels, den die ZEIT ONLINE am 19.02.2015 veröffentlichte. Hintergrund ist der neue Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes: Dem Armutsbericht zufolge waren 2013 rund 12,5 Millionen Menschen betroffen, die Armutsquote sei von 15 auf 15,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. “Noch nie war die Armut in Deutschland so hoch und noch nie war die regionale Zerrissenheit so tief wie heute”, sagte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. “Deutschland ist armutspolitisch eine tief zerklüftete Republik.” Es falle regional regelrecht auseinander. – aus dem erwähnten Artikel von ZEIT ONLINE. Hier stellt sich die Frage, wer gilt in Deutschland eigentlich als arm?

Hierzu noch einmal aus dem Artikel: Als arm gelten nach einer Definition der EU Personen, die über weniger als 60 Prozent des mittleren gesellschaftlichen Einkommens verfügen. Laut Paritätischem Wohlfahrtsverband werden in Deutschland Einpersonenhaushalte mit einem Einkommen von weniger als 892 Euro pro Monat als arm bewertet. Bei einer Familie mit zwei Kindern liegt die Grenze bei 1.872 Euro. Bei diesen Sätzen scheint klar: Die allermeisten Menschen in Deutschland, die als arm gelten, müssen zwar nicht verhungern, können sich allerdings kein menschenwürdiges, befriedigendes Leben leisten.

Diese Armutsquote kennt in Deutschland seit Jahren nur eine Tendenz: Immer weiter anzusteigen. Wenn mittlerweile 15,5 (mehr …)