Es geht um bestmögliche Bedingungen für unsere Kinder

8. Mai 2015 at 21:59

.

Allein in Mainz demonstrieren am 20. April 6.500 Erzieherinnen und Erzieher. Die Aufwertung von Sozial- und Erziheungsberufen ist eine zentrale Forderung in der aktuellen Tarifrunde. Foto: Franz Ferdinand Photography

2bbcdef737Von Norbert Müller, Sprecher der Fraktion für Kinder- und Jugendpolitik

Die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten haben aus sehr berechtigten Gründen beschlossen, in den Streik zu treten. Viele arbeiten in Teilzeit, mit befristeten Arbeitsverträgen und einem Lohn, der ohne Zweitjob nicht für ein gutes Leben reicht. Die höhere Eingruppierung und damit die Anpassung der Löhne an die massiv gestiegenen Anforderungen an die Erzieherinnen und Erzieher ist überfällig. Der Streik wurde notwendig, da die kommunalen Arbeitgeber die Forderung der Erzieherinnen und Erzieher nicht ernst nehmen. Wenn wir wollen, dass unsere Kinder gut aufgehoben sind, brauchen die Kitabeschäftigten gute Arbeitsbedingungen und ein Gehalt, von dem sie leben können. Genau darum geht es in diesem Streik und deshalb hoffe ich, dass die vom Streik betroffenen Eltern Verständnis für die Erzieherinnen und Erzieher aufbringen und mit ihnen solidarisch sind – ich bin es als Vater zweier Kinder auch.

indexJa, der Streik produziert komplizierte Umstände für arbeitende Eltern. Betreuung muss im Freundes- oder Familienkreis aufgeteilt, Urlaub genommen oder sich krank gemeldet werden. Dies funktioniert oft nur kurzfristig. Die kommunalen (mehr …)