Arbeit umverteilen statt Dauerstress und Existenzangst!

8. Mai 2015 at 11:08

8. Mai 2015

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.DSCN6082DSCN7510Wir laden Alle ein, gemeinsam Druck zu machen für das, was in einem reichen Land selbstverständlich sein sollte:

  1. Befristung und Leiharbeit stoppen. Viele, vor allem junge Menschen hangeln sich von einem befristeten Job zum nächsten oder finden nur in Leiharbeit (Beispiel: 600 LeiharbeiterInnen bei der Premium AEROTEC GmbH – Werk Nordenham) eine Beschäftigung. LINKE sprechen über Leiharbeit - Kreiszeitung Wesermarsch vom 23. April 2015Wir wollen gute Arbeitsverhältnisse, mit denen alle ihre Zukunft planen können.
  2.  Existenzsichernde Mindestsicherung ohne Sanktionen statt Hartz IV. Es muss Schluss sein damit, dass Erwerbslose durch Sanktionen gegängelt und in schlechte Jobs (u. a. Gebäudereinigung)  gedrängt werden. Wir wollen eine soziale Mindestsicherung für Erwerbslose und ihre Familien.
  3. Arbeit umverteilen statt Dauerstress und Existenzangst. Viele Menschen arbeiten in unfreiwilliger Teilzeit (Kitas bzw. HELIOS Klinik Wesermarsch) oder Minijobs (Nordsee-Center in Nordenham sowie bei Famila in Brake), während andere unter Überstunden und Dauerstress leiden. Wir wollen diese Arbeit umverteilen und mehr Zeit für Familie und Freizeit.
  4. Wohnung und Energie bezahlbar machen. Wir wollen die Verdrängung durch steigende Mieten, Sanierungskosten und Energiepreise (ca. 600 offizielle Stromsperrungen durch die EWE im Landkreis Wesermarsch)  stoppen. Eine bezahlbare Wohnung muss auch in den Großstädten drin sein.
  5. Mehr Personal für Bildung, Pflege und Gesundheit. Eine gute öffentliche Daseinsvorsorge für Kinder, Kranke und Pflegebedürftige hilft nicht nur den (mehr …)

Helios: Hygienerichtlinien nicht eingehalten – Personal offenbar überlastet – möglicherweise erhöhte Ansteckungsgefahr

21. März 2015 at 12:08

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19.03.2015 – 18:18 Medien

DIE LINKE KV Wesermarsch - Kreisvorstand 02-04-2013 - Berne 064_resizedHannover (ots) – Die Hygienestandards in niedersächsischen HELIOS-Kliniken entsprechen offenbar nicht durchgehend den empfohlenen Standards. In den privaten HELIOS-Kliniken werden Patienten, die einen multiresistenten MRSA-Keim in sich tragen, nicht grundsätzlich von anderen Patienten isoliert. Das geht aus Dokumenten niedersächsischer Helios-Krankenhäuser hervor, die dem NDR Fernsehmagazin „Hallo Niedersachsen“ vorliegen. Die Vorgehensweise widerspricht Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert-Koch-Institut (KRINKO). Sie empfiehlt die grundsätzliche Isolation aller Patienten, die mit MRSA besiedelt sind. Die Empfehlungen der KRINKO gelten für viele Fachleute als bindend.

Karin Schwegmann, Hygienefachärztin für insgesamt 8 der 14 niedersächsischen Helios-Kliniken, bestätigte im Interview, dass HELIOS die Empfehlungen nicht vollständig umsetzt: „Wenn ein Patient nur eine nasale Kolonisation aufweist, das heißt, er ist nur in der Nase mit MRSA besiedelt, dann muss der Patient nicht zwingend isoliert werden.“ Gleiches gelte für Patienten, die in einer Wunde mit MRSA besiedelt sind, die leicht zu verbinden ist.

Der Anwalt Burkhard Kirchhoff, der auch Patienten aus Niedersachsen vertritt, kritisiert die Verfahrensweise bei HELIOS. Die Vorgaben der KRINKO „sind keine Empfehlungen, die beliebig sind für Kliniken“, sagt Kirchhoff. „Die Empfehlungen haben in Deutschland den Rang eines Gesetzes.“ Der wissenschaftliche Standard (mehr …)

Bundesweiter Nachtdienstcheck: Deutsche Krankenhäuser zum Teil gefährlich unterbesetzt

14. März 2015 at 06:38

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Berlin, 6. März 2015 | Deutschlands Krankenhäuser sind während der Nacht personell zum Teil gefährlich unterbesetzt. In mehr als der Hälfte aller Fälle (55 Prozent) muss eine Pflegekraft allein 25 Patienten betreuen. Das ist das Ergebnis einer bundesweit erhobenen Stichprobe der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in 225 Krankenhäusern in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag, 6. März 2015. „Das Patientenwohl ist immer häufiger ernsthaft gefährdet. Die Politik muss jetzt endlich mit verbindlichen Personalvorgaben für Sicherheit und Entlastung sorgen“, forderte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.

„Höchst bedenklich“ sei die Besetzung gerade auch auf Intensivstationen. Dort muss eine Pflegekraft im Schnitt 3,3 Patienten versorgen. Immer häufiger werden die Pflegekräfte in der Praxis aber zum Teil mit mehr als sechs Schwerkranken konfrontiert. „Das ist gefährlich fahrlässig“, sagte Bühler. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin verlange dagegen ein Pflegekraft-Patienten-Verhältnis von eins zu zwei auf der Intensivstation, die Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege sogar von eins zu eins bei beatmeten Patienten.

Unmittelbare gesundheitliche Folgen

Die lückenhafte Besetzung kann auch unmittelbar gesundheitliche Folgen haben. So sei der Stichprobe zufolge immer seltener Gelegenheit, die vorgeschriebenen Hygieneprozeduren einzuhalten und beispielsweise die Hände zu desinfizieren. Gleichzeitig litten auch immer mehr Pflegekräfte unter den Folgen der Belastung.

ver.di fordert von der Politik entscheidende Weichenstellungen, um die Situation (mehr …)