Hamburg: DIE LINKE. kritisiert Abmahnungen bei Asklepios

4. Mai 2016 at 16:51

Der Klinik-Konzern hatte 39 Beschäftigte nach einem Warnstreik abgemahnt. Die Fraktion spricht von „Wildwestmethoden“.

Verdi-Streik-Krankenhaeuser-0160Hamburg:  Nachdem der Asklepios-Konzern nach einem Warnstreik Ende April 39 Mitarbeitern Abmahnungen erteilt hatte, kritisiert die Linke dieses Vorgehen nun scharf. Der Konzern habe im Tarifstreit jedes Maß verloren, sagte Deniz Celik, der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion. „Auf einen berechtigten und legalen Streik mit Abmahnungen zu reagieren, ist ein massiver Angriff auf das vom Grundgesetz geschützte Streikrecht.“ Wo die Stadt Hamburg als (Foto: Andreas Laible)  Miteigentümerin auftrete, dürfe eine Einschüchterung von Beschäftigten mit „Wildwestmethoden“ nicht geduldet werden.

Die Mitarbeiter hatten die Abmahnungen erhalten, nachdem sie am 22. April 2016 einem Aufruf der Gewerkschaft Ver.di gefolgt waren und gestreikt hatten. Asklepios erklärte, dieser Schritt sei zwingend notwendig gewesen. Der Konzern habe vor dem Streik an ausgewählte Mitarbeiter sogenannte Notdienstbestellungen ausgesprochen. So sollte die Versorgung und Sicherheit der Patienten am Streiktag sichergestellt werden. Die Mitarbeiter seien darauf hingewiesen worden, dass ihr allgemeines Streikrecht hinter einer Notdienstbestellung zurücktrete.

DIE LINKE. sieht Senat in der Pflicht

Deniz Celik widersprach dem: Nicht der Streik gefährde die Versorgung und Sicherheit der Patienten, sondern die Weigerung der Arbeitgeberseite, eine von der Gewerkschaft angebotene Notdienstvereinbarung umzusetzen. Celik forderte den Senat auf, im Aufsichtsrat „gegen diese Geschäftspolitik einzuschreiten“.

An dem Streik hatten (mehr …)