Nicht normal, sondern Skandal: Der Reichtum wächst – die Armut bleibt. Ulrich Schneider und Pia Zimmermann im Gespräch.

5. Mai 2016 at 13:34

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DIE LINKE. fordert eine konsequente Politik der Armutsbekämpfung und einen durchgreifenden sozialpolitischen Kurswechsel.

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Nicht normal, sondern Skandal: Der Reichtum wächst (auch mit weniger als 10 Millionen Boni) – die Armut bleibt.

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Ulrich Schneider (Bild links) vom Paritätischen Gesamtverband ist zu Gast bei Pia Zimmermann (DIE LINKE.) zum Feierabendgespräch über ein reiches Land und seine armen Menschen.

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>>>Pia Zimmermann im Gespräch mit Ulrich Schneider auf www.youtube.com

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index_Pia_Zimmermann_MdB_Pia Zimmermann: Nicht nur bei uns in Deutschland ist ein scheinbarer Normalzustand eingerissen, der schlichtweg als gesellschaftlicher Dauerskandal in einer zerrissenen Republik benannt werden muss. Ganz nach der flächendeckend geteilten Devise „Wachstum! Wachstum! Wachstum!“ wird eine Politik gemacht, die „der Wirtschaft“ ordentliche Gewinne verspricht. Diese Politik scheint prima aufzugehen, denn die deutsche Wirtschaft „brummt“, wie man der Zeitung entnehmen kann. Komischerweise kann man ein paar Seiten weiter regelmäßig nachlesen, dass das Wachstum bei „denen unten“ nicht angekommen ist – wieder mal, möchte man hinzufügen. Deshalb ist es an der Zeit, darüber nachzudenken, warum der Reichtum, der in unserer Gesellschaft produziert wird, auf den falschen Konten nicht nur in Panama landet.

Ulrich Schneider vom Paritätischen Gesamtverband gibt jährlich einen „Armutsbericht“ heraus. Jedes Jahr wird in diesen Berichten benannt, wie es um die steigende Armut in diesem immer reicher werdenden Land steht. Zwar

Arme Kinder werden systematisch in Deutschland benachteiligt

7. Februar 2016 at 23:53
Copyright vom 06. Februar 2016 – Rosemarie Hein, linksfraktion.de
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Arme Kinder werden systematisch benachteiligt

Serie: Ungleichheit in Deutschland, Teil 5

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Foto: ddp images/Henning Kaiser
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Von Rosemarie Hein, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Anfang dieses Jahres legten die Hans-Böckler-Stiftung und auch das Deutsche Kinderhilfswerk Studien zur Kinderarmut in Deutschland vor. Danach lebten 2014 etwa 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche in Armut. Das Kinderhilfswerk geht für dieses Jahr von einer Zahl von bis zu 3 Millionen Kindern und Jugendlichen aus. Kinder aus sozial benachteiligten Familien haben in der Regel auch geringere Bildungschancen. Kinder mit einem ausländisch klingenden Namen haben ebenso geringere Chancen, das Gymnasium zu besuchen wie Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Das gilt selbst dann, wenn sie die gleiche Leistungsfähigkeit aufweisen wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler.

Trotz vollmundiger Versprechen gibt es die Chance auf einen gleichen Bildungszugang in Deutschland nicht. Auf der anderen Seite – so eine Bertelsmann-Studie vom Anfang dieses Jahres – geben Eltern jährlich 900 Millionen Euro für Nachhilfe aus. Das betrifft nicht nur die einkommensstarken Elternhäuser. Am häufigsten – fast 20 Prozent – nutzen Schülerinnen und Schüler am Gymnasium die Nachhilfe, um die Leistungen zu verbessern. Fast 47.000 Schülerinnen und Schüler verlassen jedes Jahr die Schule ohne einen Schulabschluss. Das sind deutschlandweit 5,5

Der linksgerichtete Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten, Senator Bernie Sanders will eine Krankenversicherung für alle

19. Januar 2016 at 23:48

Copyright aus neues-deutschland.de / 18. Januar 2016

Sanders will eine Krankenversicherung für alle

Parteiloser Präsidentschaftskandidat präsentiert sein Programm zur »Revolution« / Letztes TV-Duell der Demokraten vor den ersten Vorwahlen

Bei der letzten TV-Debatte vor den ersten Vorwahlen schlagen Hillary Clinton und Bernie Sanders neue Töne an. Es geht auch um Vortragshonorare und Obamas Erbe. Martin O’Malley, der dritte Kandidat kommt kaum zu Wort.
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Bernie Sanders und Hillary Clinton während der Fernsehdebatte
Foto: Josh Haner / The New York Times
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Charleston. Die Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten haben sich bei ihrer letzten Fernsehdebatte vor der ersten Vorwahl teils heftige Wortwechsel geliefert. Die ehemalige Außenministerin und frühere First Lady Hillary Clinton stritt mit dem linksgerichteten Senator Bernie Sanders unter anderem über Gesundheitspolitik, Waffenrecht und den Antiterrorkampf. Die ersten Vorwahlen finden am 1. Februar im Bundesstaat Iowa statt.

Clinton liegt bei den Demokraten in landesweiten Umfragen klar in Führung. Doch in Iowa und in New Hampshire, wo am 9. Februar die zweite Vorwahl stattfindet, ist ihr Sanders dicht auf den Fersen. Der dritte Teilnehmer der Fernsehdebatte, Marylands ehemaliger Gouverneur Martin O’Malley, ist in den Umfragen weit abgeschlagen.

Der 74-jährige Sanders, der sich als »demokratischer Sozialist« beschreibt, galt lange als chancenloser Außenseiter. Vor allem bei jungen Menschen ist er jedoch sehr beliebt. Musiker wie der

Bericht zur Lage syrischer Kinder Unicef: Uns fehlen 300 Millionen Euro für Syrien

25. November 2015 at 10:02
Copyright aus süddeutsche.de vom 24. November 2015  (11:40 Uhr)
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Bericht zur Lage syrischer Kinder Unicef: Uns fehlen 300 Millionen Euro für Syrien
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Syrische Kinder lesen in einem Flüchtlingslager im Libanon ein Schulbuch. Unicef zufolge verzweifeln viele syrische Familien, weil ihre Kinder keine Zukunftsperspektive mehr zu haben scheinen.

11 000 Kinder sind im syrischen Bürgerkrieg getötet worden, acht Millionen benötigen dringend Hilfe. Mit der größten Aktion seiner Geschichte will das Kinderhilfswerk der UN dem Elend begegnen.

Seit fünf Jahren herrscht Bürgerkrieg in Syrien, und in diesem Jahr haben sich die Kämpfe noch einmal verschärft – mit dramatischen Folgen für Kinder und Jugendliche, meldet das UN-Kinderhilfswerk Unicef. Direkt oder indirekt betroffen sind inzwischen mehr als acht Millionen Mädchen und Jungen, heißt es im aktuellen Lagebericht der Organisation.

Dabei sind nicht nur jene Kinder auf humanitäre Hilfe angewiesen, die zu den mehr als vier Millionen Syrern zählen, die aus dem Land geflohen sind. Innerhalb Syriens wurden etwa 6,5 Millionen Menschen vertrieben, darunter mehr als drei Millionen Kinder. Insgesamt sind 13,5 Millionen Menschen auf Unterstützung angewiesen. Zwei Millionen Kinder halten sich in schwer umkämpften oder belagerten Gebieten auf, wo sie keine oder nur unregelmäßig Hilfe erhalten, warnt Unicef.

Drei Viertel der syrischen Bevölkerung lebt inzwischen in Armut, viele Menschen leiden unter