Stromsperren in Nordenham

8. Dezember 2012 at 12:44

 

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Für DIE LINKE. ist es überhaupt nicht hinnehmbar, dass die EWE als kommunaler Energieversorger einer alleinerziehenden Mutter (1) mit zwei kleinen Kindern bei Minusgraden den Strom abgestellt hat.

Sehr geehrte Herr Bürgermeister Hans Francksen,

stellen Sie sich das einmal vor: Sie kommen nach Hause, das Licht geht nicht an. Sie können sich weder einen Tee kochen oder eine warme Suppe. Sie müssen sich kalt waschen und das Telefon funktioniert auch nicht.

Stromsperren sind unmenschlich!

Und das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, das in Belgien und in Frankreich die Stromsperren im Winter verboten sind.

Die Bundesregierung weigert sich, eine EU-Richtlinie umzusetzen, die wenigstens schutzbedürftigen Kunden vor diesen Stromsperren bewahren. In keinem anderen Bereich sind die Anbieter in so einer starken Stellung wie die Stromanbieter. Nach nur einer einzigen Mahnung und einer Ankündigung, kann der Strom gesperrt werden und das ohne Gerichtsbeschluss.

Hierzu bitte ich um Beantwortung folgender Fragen:

Wie hat sich die Zahl der Strom- und Gassperrungen in Nordenham in den letzten fünf Jahren entwickelt?

Trifft es zu, dass Strom- und Gassperrungen erst nach vollständigem Zahlungseingang aufgehoben werden, so dass Haushalte zum Teil über viele Monate hinweg keine Energieversorgung haben, oder wird im Falle von Schuldentilgung in Raten Strom und Gas wieder freigeschaltet?

 Mit freundlichen Grüßen

Thomas Bartsch

Fraktionsvorsitzender