STEELWIND NORDENHAM startet am 18. September offiziell mir der Fertigung von Monopiles

17. August 2014 at 17:39

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Das Werk STEELWIND NORDENHAM nimmt am 18. September 2014 offiziell die Fertigung von Gründungsstrukturen für Offshore-Winenergieanlagen auf dem ehemaligen Gelände der Guttehoffnungshütte – GHH – auf.

Landesparteitag 2012 - Grundsteinlegung Steelwind 2012 - 117_resized

Kurzer Rückblick:

Mit einem symbolischen ersten „Spatenstich“ am 04. Juli 2012, hatte die  100%-ige Tochtergesellschaft der AG der Dillinger Hüttenwerke „STEELWIND NORDENHAM“ (DH Nordenham Projekt GmbH) offiziell den Startschuss für die Bauarbeiten eines Werks zur Herstellung von Offshore-Fundamenten, so genannten „Monopiles“ für Offshore-Windparks im Nordenhamer Ortsteil Nordenham begonnen.

An der damaligen Zeremonie, bei der in Anlehnung an die Gründungsarbeiten für Offshore-Türme ein Rohr in den Boden gerammt wurde, waren Björn Thümler, MdL, sowie der Landesparteitag 2012 - Grundsteinlegung Steelwind 2012 - 067_resizedehemalige niedersächsische Ministerpräsident  David McAllister (auf dem Bild vor Ramm-Maschine), Bürgermeister Hans Francksen, sowie die Vorstandsmitgliedern der Muttergesellschaft Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke (Dillinger Hütte) anwesend.

„Der Ausbau der Offshore-Windkraft wird bei der Umsetzung der Energiewende eine entscheidende Rolle spielen. Mit der Entscheidung für den Bau dieses Werkes in Nordenham, reagieren wir auf den erwarteten hohen Bedarf in diesem Bereich“, so Dr. Karlheinz_Blessing, Vorsitzender des Vorstands der Dillinger Hütte bei seiner Festansprache.

Landesparteitag 2012 - Grundsteinlegung Steelwind 2012 - 129_resizedGleichzeitig lobte Karlheinz_Blessing ( auf dem Bild links neben Herrn Torsten Folge von Weser TV)die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Nordenham:

Damit produziert in Blexen künftig ein traditionsreiches Stahlunternehmen aus dem Saarland Gründungselemente (Monopiles) für Windparks in der Nordsee.

Hier wird deutlich: Nordenham profitiert von der Energiewende, weil die gute Anbindung an die Weser und  unsere Häfen wichtige Standortvorteile für die wachsende Offshore-Industrie mitbringen.

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Aktuelles zu STEELWIND NORDENHAM 

In Blexen ensteht Testfeld für Monopiles  -  Kreiszeitung Wesermarsch vom  13.  August  2014Betriebsratswahl bei Steelwind - IG Metall-Mitgliederzeitung - Metallzeitung - Ausgabe März 2014

 

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Copyright aus Nordwest-Zeitung vom 18. Juli 2014
Wirtschaft

Neuer Industriepark nicht ohne Risiken

Noch keine verbindliche Nachfrage für 37 von 50 Hektar – Steelwind will Lagerfläche

Insgesamt 8,5 Millionen Euro kosten Grunderwerb, Planung und Erschließung. Die Stadt bekommt 2 Millionen Euro Fördergeld.

NORDENHAM_1_4f98b896-5c4a-460b-83ce-387fb70e79b6--600x275Blick auf die sogenannte Titanwiese im Blexer Groden vor dem Werk von Kronos Titan. Hier sollen im Oktober die Arbeiten für eine Lagerfläche des neuen Steelwind-Werkes und für ein Regenrückhaltebecken (vordere Fläche) beginnen.

Bild: Horst Lohe

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Blexen Die Stadt will ihre Planungen für knapp 50 Hektar neue Industrie- und Gewerbeflächen im Blexer Groden nicht Stück für Stück mit zunächst einer kleineren Variante, sondern für die gesamten 50 Hektar voranbringen. Die Erschließung soll aber nicht in einem Zug folgen, sondern möglichst entsprechend der Nachfrage von Unternehmen.

Dafür hat sich der Bauausschuss auf Vorschlag von Bürgermeister Hans Francksen einmütig ausgesprochen. Der Stadtrat entscheidet darüber am 24. Juli.

Baureife Flächen

Der Vorteil dieser Marschroute: Die Stadt kann baureife Flächen anbieten, lediglich die Erschließung würde noch fehlen. Sobald sich Interessenten für Flächen im Umfeld des Werkes von Kronos Titan entscheiden, würde die Stadt die notwendige Straße bauen und weitere Erschließungsarbeiten vollziehen.

Der Nachteil für die Stadt: Sie muss in Vorleistung bei den Planungskosten gehen.

Der Bauausschuss hat den Entwurf eines Bebauungsplanes einmütig verabschiedet, der die gesamten 50 Hektar erfasst. Nach Abschluss der öffentlichen Auslegung im September könnte bereits im Oktober die Planreife erreicht werden.

Das ist für 13,5 der 50 Hektar auch dringend nötig. Denn hier, auf der sogenannten Titanwiese, soll für das benachbarte neue Steelwind-Werk umgehend eine Lagerfläche geschaffen werden, die bis zu 60 Monopiles aufnehmen kann. Monopiles sind bis zu 100 Meter lange und bis zu 900 Tonnen schwere Stahlrohre für die Fundamente von Offshore-Windkraftanlagen.

Das Gelände soll um etwa eineinhalb Meter durch Sandaufschüttung erhöht werden. Wie Bürgermeister Hans Francksen weiter mitteilte, entwickelt sich die Auftragslage bei Steelwind positiv. Zur Erschließung der Lagerfläche ist eine 20 Meter breite Deichdrift nötig, die eine Belastung von bis zu 1000 Tonnen aushält. Auch mit dem Bau eines großen Regenrückhaltebeckens soll noch im Oktober begonnen werden.

Die Stadt ist laut Bürgermeister Hans Francksen gut beraten, es nicht bei diesem Teilbereich zu belassen, sondern Planreife für die gesamten 50 Hektar des Industrieparks Blexer Groden zu erreichen. Denn dieses Gelände habe Perspektiven. In unmittelbarer räumlicher Nähe stehe auf dem Werksgelände von Steelwind die modernste Schwerlastplattform im nordeuropäischen Raum vor ihrer Fertigstellung und auch der RoRo-Anleger im Nordhafen befinde sich in der Nähe.

Der Bürgermeister wies aber auch auf Risiken für die Stadt hin. Demnach wird einschließlich Kosten des Kaufs von Flächen, die der Stadt noch nicht gehören, mit Gesamtaufwendungen von 8,5 Millionen Euro gerechnet.

Die Stadt hat einen Förderbescheid der Investitionsbank des Landes über zwei Millionen Euro. Diese Summe muss jedoch bis Ende nächsten Jahres in Anspruch genommen werden und fließt nur, wenn die gesamten 50 Hektar erschlossen werden. Die Stadt versucht, Verlängerung bis Juli 2016 zu erhalten.

Einnahmen erwartet die Stadt aus Beiträgen der ansiedlungswilligen Unternehmen zu den Erschließungskosten (insgesamt etwa 1,7 Millionen Euro) und aus noch nicht bezifferbaren Erlösen des Verkaufs der Flächen.

Zwei Millionen auf Kippe

Wenn es ganz schlecht läuft, würde nach Einschätzung von Hans Francksen die Stadt auf etwa zwei Millionen Euro nicht gedeckter Kosten sitzen bleiben. Bei schlechten Vermarktungschancen sei mit einem Restrisiko von einer Million Euro zu rechnen.

Für Flächen von insgesamt 20 000 Quadratmetern interessieren sich laut Bürgermeister bereits mehrere mittelständische Unternehmen. Zudem gebe es aus dem Umfeld von Kronos Titan Interesse an größeren Industrieflächen.