Reichtum ist riskant für die Armen: Ein Drittel aller gering Qualifizierten gilt als besonders gefährdet

28. August 2015 at 07:19

Macht Krankheit arm oder Armut krank?

Copyright aus neues-deutschland.de / 28. August 2015 / Inland / Seite 1
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Reichtum ist riskant

… für die Armen: Ein Drittel aller gering Qualifizierten gilt als besonders gefährdet

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Arme müssen ärmer werden, damit Reiche reicher werden können: Damen aus gutem Hause beim Pferderennen in Baden-Baden
Foto: Ostkreuz/Ute Mahler
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11755062_845101265578007_1134450511412005310_nBerlin. Ja, wo laufen sie denn? Während sich Deutschlands Oberschicht in den letzten Jahren über enorme Vermögenszuwächse freuen konnte, schrumpft die Mittelschicht. Einer aktuellen Studie der Uni Duisburg-Essen zufolge ging der Anteil jener Bundesbürger, die ein mittleres Einkommen erzielen, seit 1992 um rund acht Prozent zurück. Somit polarisiert sich die Bundesrepublik immer mehr und weist mittlerweile die höchste Ungleichverteilung von Vermögen innerhalb der Eurozone auf. Da ist einerseits jene Klasse, die durch die oben abgebildeten Damen repräsentiert wird. Auf der anderen Seite sind jene Menschen, die laut einer neuen Erhebung des Statistischen Bundesamts »immer häufiger von Armut bedroht« sind. Demnach galt 2014 fast jeder dritte Geringqualifizierte über 25 Jahren als armutsgefährdet. Das Risiko ist damit binnen zehn Jahren deutlich gestiegen. Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens erzielt. 2014 lag diese Schwelle für Einpersonenhaushalte bei einem monatlichen Einkommen von weniger als 917 Euro.

Macht Krankheit arm oder Armut krank?

Über „Soziale Einflüsse auf die gesundheitliche Versorgung“ berichtete Professor Olaf von dem Knesebeck vom Institut für Medizinische Soziologie am Universitätklinikum Hamburg-Eppendorf an der Jade-Hochschule am Studienort Oldenburg (Siehe Bericht: Reiche und Gebildete leben länger – Kreiszeitung Wesermarsch vom 27. August 2015).

Reiche und Gebildete leben länger  -  Kreiszeitung Wesermarsch vom 27. August 2015 -Geringqualifiziert ist, wer ausschließlich einen Hauptschul- oder Realschulabschluss oder gar keinen Hauptschulabschluss und keine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Im vergangenen Jahr galten nach den Daten des Mikrozensus 30,8 Prozent der Geringqualifizierten als armutsgefährdet. 2005 waren dies erst 23,1 Prozent. In Ostdeutschland ist ein deutlich höherer Anteil betroffen – während im vergangenen Jahr in den neuen Bundesländern 37,5 Prozent der Menschen mit geringer Bildung als armutsgefährdet galten, lag die Quote im Westen bei 29,8 Prozent.

Reichen geht es besser

Während also Mittel- und Unterschicht zunehmend in Existenznöte geraten, geht es den Reichen immer besser. Die obersten zehn Prozent besitzen geschätzt bis zu drei Viertel der deutschen Vermögen. fal Seite 9

Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/982700.reichtum-ist-riskant.html

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