Die Vereinigung kommunaler Arbeitgeber (VKA) muss Verhandlungen konstruktiv führen

25. April 2016 at 10:43

Offener Brief

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Sehr geehrter Herr Bürgermeister Seyfarth,

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derzeit streiten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in den Kommunen und im Bund im Rahmen der Tarifverhandlungen für eine Aufwertung ihrer Arbeit. Es geht ihnen dabei um eine höhere Vergütung und um die längst überfällige Absicherung ihrer Arbeitsverhältnisse und ihrer Altersvorsorge.

Auch in der Stadt Nordenham unterstützen Kolleginnen und Kollegen die Forderungen zur Verbesserung ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen. Die Partei und die Stadtratsfraktion DIE LINKE. unterstützen die abhängig Beschäftigten und ihre Gewerkschaften. Einen guten öffentlichen Dienst kann es nur geben, wenn Arbeitsbedingungen und Einkommen stimmen.

Die Reform der Zusatzversorgung im November 2001 hat zu einer drastischen Minderung des Leistungsniveaus der Zusatzrente für Beschäftigte im öffentlichen Dienst geführt. Es ist notwendig, die die Zusatzrente, die der betrieblichen Altersvorsorge in der Privatwirtschaft gleichkommt, vollumfänglich zu erhalten und wieder zu verbessern. Zusatzbeiträge für die Beschäftigten bedeuteten einen weiteren Schritt zu mehr Privatisierung der Altersvorsorge.

Das lehnt DIE LINKE ab.


In der zweiten Verhandlungsrunde hat auch Ihr Arbeitgeberverband ein Papier vorgelegt, in dem er die gewerkschaftliche Forderung nach sechs Prozent mehr Geld mit dem „Angebot“ einer Reallohnsenkung beantwortet.

Ein Prozent für sieben Monate in 2016 bedeuten 0,6 Prozent aufs Jahr. Bei einer zu erwartenden Inflationsrate von einem Prozent heißt das Reallohnsenkung!

Die Stadt Nordenham hat als Mitglied Einfluss auf die Positionen der VKA. Die Fraktion DIE LINKE. fordert Sie als Bürgermeister auf, sich in Ihrem Verband dafür einzusetzen, dass es so schnell wie möglich zu einer guten Einigung zwischen den Arbeitgeberverbänden auf der einen Seite und den Gewerkschaften auf der anderen Seite kommt. Nutzen Sie Ihr Recht als Mitglied des VKA, mit Ihren Möglichkeiten die Verhandlungsführer aufzufordern, die provozierende Blockadehaltung und das Aufstellen von aberwitzigen Forderungen nach Verschlechterung der Arbeitsbedingungen fallen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

      Thomas Bartsch

Fraktionsvorsitzender

Zur Kenntnis:
Sekretariat, Frau Silke Peine – per E-Mail
Gleichstellungsbeauftragte, Frau Karin Windheim-Czichon – per E-Mail
Amt für Finanzen und Steuern, Herrn Bert Freese – per E-Mail
Amt für Personal und Organisation, Herrn Jörg Patzke – per E-Mail
Personalrat, Vorsitzender und Kollege Heiko Siemens – per E-Mail
Ratsvorsitzender Uwe Thöle – per E-Mail
SPD-Stadtratsfraktion, Herrn Manfred Brunßen – per E-Mail
CDU-Stadtratsfraktion, Herrn Horst Wreden – per E-Mail
Bündnis 90 / DIE GRÜNEN-Stadtratsfraktion, Herrn Hajo Janßen – per E-Mail
DIE LINKE.-Stadtratsfraktion, Frau Astrid Ammermann – per E-Mail
FDP- Stadtratsfraktion, Herrn Manfred Wolf – per E-Mail
WIN-Stadtratsfraktion, Herrn Joachim Gorges – per E-Mail