Aktion zum Welttag für menschenwürdige Arbeit in Nordenham – 07. Oktober 2015

7. Oktober 2015 at 09:39

07. Oktober 2015

Seit 2008 organisiert der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) am 7. Oktober den Welttag für menschenwürdige Arbeit (WFMA). Dieses Jahr wird unter dem Motto: „Stopp der Profitgier“ überall auf der Welt für menschenwürdige Arbeit mobil gemacht, in Deutschland wird der Missbrauch von Werkverträgen eine zentrale Rolle spielen.

Menschenwürdige Arbeit muss im Mittelpunkt der Regierungsbemühungen um die Wiederankurbelung des Wirtschaftswachstums und den Aufbau einer neuen globalen Wirtschaft, bei der es vorrangig um die Menschen geht, stehen.

20150814_114724Dazu erklärt der Bürgermeisterkandidat Thomas Bartsch:

Auch der Kreisverband DIE LINKE. Wesermarsch beteiligt sich am Welttag für menschenwürdige Arbeit. Wir werden insbesondere die Kampagne der IG Metall gegen Sozial- und Lohndumping durch Werkverträge massiv unterstützen.

Auf dem Bild: Leon Weiß und Thomas Bartsch in der Nordenhamer Fußgängerzone.

Denn obwohl es keine offiziellen Zahlen über Werkverträge gibt, nehmen Werkverträge Gewerkschaftsumfragen zufolge deutlich zu. In Schlachthöfen waren im Jahr bis zu 90% der Beschäftigten auf Werksvertragsbasis tätig. Das hat dramatische Folgen für die Lohntüte: Sie verdienen pro Stunde durchschnittlich sechs Euro weniger als die Stammbelegschaft.

Deswegen fordert DIE LINKE. die Bekämpfung von Scheinwerkverträgen und Sozialstandards für legale Werkverträge. Bei häufiger  Auftragsvergabe muss für die Beschäftigten auf Werksvertragsbasis ein Gleichbehandlungsgebot für Entlohnung und Arbeitsbedingungen gelten.

10361323_1123616784319413_439899294204437644_nDIE LINKE. KV Wesermarsch engagiert sich vor Ort mit diversen Aktivitäten zu ihrer eigenen Kampagne „Das muss drin sein“ für gute Arbeit und ein gutes Leben. Neben der aktuellen Aktionsphase „Befristung und Leiharbeit stoppen“ stehen die Forderungen Arbeit umverteilen statt Dauerstress und Existenzangst; Mindestsicherung ohne Sanktionen statt Hartz IV; Wohnung und Energie bezahlbar machen sowie mehr Personal für Bildung, Pflege und Gesundheit im Mittelpunkt der Kampagne.

.

.

.